Das NA-Gruppenbüchlein

The Group Booklet

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Das NA-Gruppenbüchlein

Die Zwölf Schritte von Narcotics Anonymous

  1. Wir gaben zu, dass wir unserer Sucht gegenüber machtlos waren und unser Leben nicht mehr meistern konnten.
  2. Wir kamen zu dem Glauben, dass eine Macht, größer als wir selbst, unsere geistige Gesundheit wiederherstellen kann.
  3. Wir trafen eine Entscheidung, unseren Willen und unser Leben der Fürsorge Gottes, so wie wir Ihn verstanden, anzuvertrauen.
  4. Wir machten eine erforschende und furchtlose moralische Inventur von uns selbst.
  5. Wir gestanden Gott, uns selbst und einem anderen Menschen gegenüber die genaue Art unserer Fehler ein.
  6. Wir waren vorbehaltlos bereit, alle diese Charakterfehler von Gott beseitigen zu lassen
  7. Demütig baten wir Ihn, uns von diesen Mängeln zu befreien.
  8. Wir machten eine Liste aller Personen, denen wir Schaden zugefügt hatten, und wurden bereit, ihn bei allen wiedergutzumachen.
  9.  Wir machten bei diesen Menschen alles wieder gut, wo immer es möglich war, es sei denn, wir hätten dadurch sie oder andere verletzt.
  10. Wir setzten die persönliche Inventur fort, und wenn wir Fehler machten, gaben wir sie sofort zu.
  11.  Wir suchten durch Gebet und Meditation die bewusste Verbindung zu Gott, wie wir Ihn verstanden, zu vertiefen. Wir baten Ihn nur, uns seinen Willen erkennbar werden zu lassen und uns die Kraft zu geben, ihn auszuführen.
  12. Nachdem wir als Ergebnis dieser Schritte ein spirituelles Erwachen erlebt hatten, versuchten wir, diese Botschaft an andere Süchtige weiterzugeben und unser tägliches Leben nach diesen Prinzipien auszurichten.

Zwölf Schritte mit Änderung nachgedruckt mit freundlicher Genehmigung von AA World Services, Inc.

TOC GOES HERE

Einleitung

Narcotics Anonymous-Gruppen sind unabhängig (die Zwölf Traditionen gebrauchen das Wort autonom). Die Gruppe kann ihre Angelegenheiten in jeder Weise regeln, die ihren Mitgliedern zweckdienlich erscheint, vorausgesetzt, dass die Handlungen der Gruppe nicht andere Gruppen oder die gesamte NA-Gemeinschaft beeinträchtigen. Das, was wir hier anbieten, ist deshalb kein »Regelwerk«, sondern die geteilte Erfahrung darüber, wie unsere Gruppen ihre Meetings mit Erfolg durchgeführt und sich um ihre Geschäfte gekümmert haben. Neuere Mitglieder werden dieses Büchlein vielleicht hilfreich finden, um zu verstehen, wer was tut, um die Gruppe am Laufen zu halten, und wo geholfen werden kann. Erfahreneren Mitgliedern gewährt es vielleicht einige Perspektiven für ihre Beteiligung an der Gruppe. Aber egal, wie viele Informationen wir in dieses Büchlein auch hineinpacken, ihr werdet herausfinden, dass die beste Quelle an Führung für eure Gruppe in eurer Gruppe selbst steckt.

In Narcotics Anonymous gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, Dinge zu tun. Und so, wie wir alle unsere eigenen individuellen Persönlichkeiten besitzen, so wird auch unsere Gruppe ihre eigene Identität entwickeln, ihre eigene Art Dinge anzupacken und die NA-Botschaft weiterzugeben. Genau so soll es auch sein. Wir ermutigen in NA zu Einigkeit, nicht zu Gleichförmigkeit.

Dieses Büchlein erhebt nicht einmal den Anspruch auf Vollständigkeit in Hinsicht auf das, was zur Arbeitsweise einer NAGruppe gesagt werden kann. Was ihr hier findet, sind einige kurz gefasste Antworten auf ein paar ganz grundsätzliche Fragen: Was ist eine NA-Gruppe? Wie wird die Arbeit getan? Welche Arten von Meetings kann eine Gruppe durchführen? Wenn es Probleme gibt, wie können sie gelöst werden? Wir hoffen, dass sich dieses Büchlein als nützlich erweist bei dem Bestreben eurer Gruppe, ihre Hauptaufgabe zu erfüllen: die Botschaft zu den Süchtigen zu bringen, die noch leiden.

Was ist eine NA-Gruppe?

Wenn zwei oder mehr Süchtige zusammenkommen, um sich gegenseitig dabei zu helfen clean zu bleiben, können sie sich als NA-Gruppe bezeichnen. Hier sind sechs Punkte1 , die auf unseren Traditionen beruhen und die eine NA-Gruppe beschreiben:

  1. Alle Mitglieder einer Gruppe sind Drogensüchtige und alle Drogensüchtigen können Gruppenmitglieder werden.
  2. Als Gruppe erhalten sie sich selbst.
  3. Als Gruppe ist ihr einziges Ziel, Drogensüchtigen zur Genesung durch Anwendung der Zwölf Schritte von Narcotics Anonymous zu verhelfen.
  4. Als Gruppe unterhalten sie keine Verbindungen zu Organisationen außerhalb von Narcotics Anonymous.
  5. Als Gruppe äußern sie keine Meinung zu Fragen außerhalb der Gemeinschaft.
  6. Als Gruppe beruhen ihre Beziehungen zur Öffentlichkeit auf Anziehung anstatt auf Werbung.

Bei der Formulierung dieser sechs Punkte, die NA-Gruppen von anderen Gruppen unterscheiden, haben wir größere Betonung auf Drogensucht gelegt als irgendwo sonst in unserer Serviceliteratur. Der Grund dafür ist, dass Gruppen von Narcotics Anonymous nicht alles für alle sein und zugleich noch die primäre Identifikation anbieten können, die Drogensüchtige brauchen, um ihren Weg zur Genesung zu finden. Indem wir die Hauptaufgabe unserer Gruppen und die einzige Voraussetzung für die Mitgliedschaft in dieser Weise ein für alle Mal klarstellen, können wir uns in unserer umfangreichen Serviceliteratur auf die Freiheit von der Krankheit Sucht konzentrieren und zugleich sicher sein, dass unsere Gruppen die richtige Grundlage der Identifikation für jene anbieten, die Genesung suchen.

1Diese sechs Punkte, die eine Gruppe beschreiben, sind mit freundlicher Genehmigung von Alcoholics Anonymous World Services, Inc. der AA-Publikation »Die Gruppe« entlehnt.

NA-Gruppen werden von Süchtigen gegründet, die den Wunsch haben sich gegenseitig zu unterstützen: in der Genesung, im direkten Weitertragen der Botschaft zu anderen Süchtigen und in der Teilnahme an den Aktivitäten und Diensten von NA als Ganzem. Eines der wichtigsten Mittel, die eine NA-Gruppe zu diesem Zweck anwenden kann, ist NA-Meetings durchzuführen, in denen Süchtige ihre Genesungserfahrung teilen können und sich dadurch zugleich gegenseitig unterstützen und die Botschaft an andere weitergeben. Manche Gruppen halten ein einziges Meeting pro Woche ab; andere führen jede Woche mehrere Meetings durch. Die Qualität eines NA-Meetings hängt direkt von der Stärke und Solidarität der NA-Gruppe ab, unter deren Schirmherrschaft es stattfindet.

NA-Gruppen – nicht NA-Meetings – sind die Grundlage der NA-Servicestruktur. Die NA-Gruppen sind gemeinsam verantwortlich dafür, sowohl solche Serviceentscheidungen zu treffen, die sich direkt auf sie selbst und auf das, was sie in ihren Meetings tun, auswirken, wie auch solche, die in grundlegender Weise die Identität von Narcotics Anonymous beeinflussen. Beispielsweise wird neue NA-Literatur von den Regionsdelegierten auf der Weltservicekonferenz erst genehmigt, nachdem sie Führung von den Gruppen erhalten haben, die sie repräsentieren. Ebenso sollten im Einklang mit unserem Zweiten Konzept »Vorschläge, die Zwölf Schritte, Zwölf Traditionen, den Namen, das Wesen oder den Zweck von NA zu ändern, von den Gruppen direkt genehmigt werden,« bevor sie wirksam werden können.

Gruppen halten den Kontakt zum Rest von Narcotics Anonymous durch Repräsentanten aufrecht, die ausgewählt werden, um sich im Auftrag der Gruppe an der NA-Servicestruktur zu beteiligen. Rundbriefe des World Service Office2, einschließlich des vierteljährlich erscheinenden NA Way Magazine*, halten die Gruppen über Themen, die die weltweite Gemeinschaft betreffen, auf dem Laufenden. Falls eure Gruppe das NA Way Magazine* nicht bekommt, bittet euren Sekretär oder eure Sekretärin, sich mit dem World Service Office in Verbindung zu setzen.

Die Hauptaufgabe einer NA-Gruppe ist es, die Botschaft der Genesung zu den Süchtigen zu bringen, die noch leiden. Die Gruppe gibt jedem Mitglied Gelegenheit, zu teilen und von den Erfahrungen anderer Süchtiger zu hören, die eine bessere Lebensweise lernen ohne Drogen zu nehmen. Die Gruppe ist das vorrangige Mittel, durch das unsere Botschaft weitergetragen wird. Sie stellt uns einen Rahmen zur Verfügung, in dem sich ein Neuankömmling mit genesenden Süchtigen identifizieren kann und eine Atmosphäre der Genesung findet.

Manchmal werden spezielle NA-Gruppen gegründet, um zusätzliche Identifikation für Süchtige anzubieten, die bestimmte Bedürfnisse gemeinsam haben. Beispielsweise gibt es heute viele Männer-, Frauen-, Schwulen- und Lesbengruppen. Aber der Schwerpunkt jedes NA-Meetings – auch wenn es von einer speziellen Gruppe veranstaltet wird – bleibt die Genesung von Sucht, und alle Süchtigen sind willkommen, daran teilzunehmen.

NA-Meetings sind Veranstaltungen, bei denen Süchtige ihre Erfahrung in Genesung und mit der Anwendung der Zwölf Schritte miteinander teilen. Während viele – wenn nicht die meisten – NA-Meetings tatsächlich von einer NA-Gruppe veranstaltet werden, können andere NA-Meetings jederzeit stattfinden: formlos unter Freunden, bei großen Sprecher- und Sprecherinnenmeetings des Gebiets oder der Region, bei Conventions, in Schulen, Einrichtungen und so weiter. Die NA-Gruppe ist eine Einheit; das NAMeeting ist ein Ereignis; und NA-Meetings können auch ohne die Schirmherrschaft einer NA-Gruppe abgehalten werden.

2Weltdienstbüro [A.d.Ü.]

* Auf Deutsch erhältlich

Was ist eine »Stammgruppe«?

In manchen NA-Gemeinden hat sich der Brauch entwickelt, dass Mitglieder der Gemeinschaft sich persönlich verpflichten, eine bestimmte Gruppe – ihre »Stammgruppe« – zu unterstützen. Obwohl dies kein weltweiter Brauch ist, glauben viele, dass es sowohl den einzelnen Mitgliedern wie auch der Gruppe zugute kommt. Für das einzelne Mitglied kann es eine stabile Basis zur Genesung darstellen, ein »Zuhause«, einen Ort, an dem wir andere genesende Süchtige kennen und an dem die anderen uns kennen. Für die Gruppe stellt dies die Unterstützung durch einen Kern von regelmäßig und verlässlich teilnehmenden Mitgliedern sicher. Eine starke Stammgruppe kann außerdem einen Geist solidarischer Zusammengehörigkeit unter ihren Mitgliedern fördern, der die Gruppe attraktiver und unterstützender für Neuankömmlinge macht.

Indem die Stammgruppe uns viele Gelegenheiten bietet, uns in die NA-Gemeinschaft einzubringen, ist sie ein hervorragender Ort damit anzufangen, das zurückzugeben, was Narcotics Anonymous uns so freigiebig gegeben hat. Indem wir uns unserer Stammgruppe gegenüber verpflichten, verpflichten wir uns persönlich der Einigkeit von NA. Diese Verpflichtung stärkt nicht nur unsere eigene Genesung, sondern sie gewährleistet auch, dass andere Genesung finden können. Außerdem ist unsere Stammgruppe eine Ort, an dem wir an den Entscheidungsprozessen in NA teilnehmen können.

Während die Stammgruppe in einigen NA-Gemeinschaften die allgemein akzeptierte Regel ist, ist sie in anderen unbekannt. Es gibt sehr viele unterschiedliche Möglichkeiten, über die Bande, die sich zwischen Süchtigen in ihren Gruppen gebildet haben, zu denken und zu reden. Geht so vor, wie es für eure eigene NAGemeinschaft am besten scheint.

Wer kann ein Mitglied sein?

Wenn Süchtige Mitglied in Narcotics Anonymous sein möchten, ist alles, was sie dafür brauchen, der Wunsch, mit dem Nehmen aufzuhören. Dies gewährleistet unsere Dritte Tradition. Ebenso steht es einem einzelnen Mitglied völlig frei, sich einer bestimmten Gruppe als Mitglied anzuschließen oder nicht. Bei einigen NA-Gruppen ist der Zugang zu ihren Meetings durch Umstände eingeschränkt, die außerhalb des Einflusses dieser Gruppe liegen – staatliche Grenzen beispielsweise oder Sicherheitsbestimmungen in Haftanstalten. Diese Gruppen selbst hindern jedoch kein NA-Mitglied daran, bei ihnen teilzunehmen.

Was sind »offene« und »geschlossene« Meetings?

»Geschlossene« NA-Meetings sind ausschließlich für Süchtige und jene, die glauben, vielleicht ein Drogenproblem zu haben. Geschlossene Meetings sorgen für eine Atmosphäre, in der Süchtige das Gefühl haben können, dass alle Teilnehmenden sich mit ihnen identifizieren können. Aus dem gleichen Grund fühlen sich vielleicht auch Neuankömmlinge in einem geschlossenen Meeting wohler. Gewöhnlich liest zu Beginn eines geschlossenen Meetings die Leiterin oder der Leiter bzw. die Chairperson eine Erklärung vor, warum das Meeting geschlossen ist und verweist gegebenenfalls anwesende Nichtsüchtige auf offene Meetings.

»Offene« NA-Meetings sind genau das, was ihr Name sagt: Sie sind offen für alle, die teilnehmen wollen. Manche Gruppen veranstalten einmal im Monat offene Meetings, um nichtsüchtigen Freundinnen, Freunden und Verwandten von NA-Mitgliedern das gemeinsame Feiern von Cleangeburtstagen zu ermöglichen. Gruppen mit offenen Meetings werden ihr Format möglicherweise so anlegen, dass die Möglichkeit der Beteiligung für Nichtsüchtige ausschließlich auf kurze Gratulationen bei Geburts- und Jahrestagen begrenzt bleibt. Solch ein Format erlaubt dem Meeting, sein Hauptaugenmerk auf das Teilen von Genesung von Süchtigen untereinander zu halten. Während eines solchen Meetings sollte klargestellt werden, dass NA-Gruppen keinerlei finanzielle Zuwendungen von Nichtsüchtigen annehmen.

Manche Gruppen veranstalten sorgfältig geplante offene Meetings, insbesondere offene Sprecherinnen- oder Sprechermeetings, um ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Gelegenheit zu geben zu erfahren, worum es bei Narcotics Anonymous geht, und um Fragen zu stellen. In solchen öffentlichen Meetings wird gewöhnlich eine Stellungnahme zu unserer Tradition der Anonymität vorgelesen, die die Besucher auffordert, in ihrer Beschreibung des Meetings anderen gegenüber keine Fotos mit erkennbaren Gesichtern, Nachnamen oder Einzelheiten über Personen zu verwenden. Weitere Informationen über öffentliche Meetings sind im Public Relations Handbook3 zu finden, den ihr durch eure Gruppenservicerepräsentanten oder -repräsentantinnen, oder indem ihr an das World Service Office schreibt, erhalten könnt.

3 Liegt derzeit (2010) nur als ungenehmigter Übersetzungsentwurf Handbuch für Öffentlichkeitsarbeit vor. [A.d.Ü.]

Wo können wir NA-Meetings abhalten?

Meetings können fast überall abgehalten werden. Gewöhnlich suchen sich Gruppen einen öffentlichen, leicht erreichbaren Ort, wo ihre Meetings wöchentlich stattfinden. Oft gibt es Räume in Gebäuden staatlicher Einrichtungen oder religiöser und gemeinnütziger Organisationen, die preiswert zu mieten sind und die die Bedürfnisse der Gruppe erfüllen. Vielleicht werden andere Mitglieder innerhalb eurer NA-Gemeinschaft geeignete Räumlichkeiten kennen, die für euch verfügbar sind. Sprecht mit ihnen.

Die meisten Organisationen sind sehr entgegenkommend und großzügig. Auch wenn solche Einrichtungen uns die Meetingsräume kostenlos zur Verfügung stellen wollen, fordert unsere Siebte Tradition unsere Gruppen dazu auf, sich selbst zu erhalten, indem wir unsere Ausgaben alle selbst bestreiten, einschließlich unserer Raummieten. Manche Einrichtungen werden es vorziehen, in Form von Literatur oder anderen Dienstleistungen bezahlt zu werden.

Bevor wir uns auf einen Ort festlegen, sollten wir feststellen, ob der Raum für Süchtige mit Körperbehinderungen zugänglich ist. Hat das Gebäude Rampen, sind die Aufzugtüren breit genug, sind die Toiletten für Menschen im Rollstuhl geeignet? Steht ausreichend Platz zum Parken, Aus- und Einsteigen zur Verfügung? Solche und andere Erwägungen sollten in eurer Gruppe angestellt werden. Um weitere Informationen darüber zu erhalten, wie auf Süchtige mit zusätzlichen Bedürfnissen eingegangen werden kann, schreibt ans World Service Office (WSO).

Es wird allgemein davon abgeraten, Meetings bei Mitgliedern zu Hause abzuhalten. Aus vielen Gründen betrachten es die meisten Gruppen als wünschenswert, ihre Meetings in öffentlichen Räumen abzuhalten: Beständige Meetings an öffentlichen Orten fördern die Glaubwürdigkeit von NA in der Ortsgemeinde. Sich ändernde Arbeits- und Urlaubszeiten erschweren es oft, die Meetingszeit bei einem Mitglied zu Hause langfristig beizubehalten. Meetings in der Wohnung einer Einzelperson können die Bereitschaft mancher Mitglieder, am Meeting teilzunehmen, beeinträchtigen. Obwohl manche Gruppen vielleicht ihre ersten paar Meetings bei jemandem zu Hause durchführten, wird doch allgemein geraten, die Meetings so bald es geht in öffentliche Räume zu verlegen.

Wenn regelmäßige NA-Meetings in bestimmten Arten von Einrichtungen – z.B. in Rehabilitationszentren, Clubhäusern oder Parteizentralen – stattfinden, besteht die Gefahr, dass die Unabhängigkeit der Gruppenidentität gefährdet wird. Bevor ihr euch dahingehend entscheidet, werdet ihr vielleicht einige Fragen klären wollen: Erlaubt die Einrichtung jedem Süchtigen, der an dem Meeting teilnehmen will, freien Zugang? Werden euch von der Verwaltung irgendwelche Einschränkungen für die Raumbenutzung auferlegt, die im Widerspruch zu unseren Traditionen stehen? Ist allen Beteiligten klar, dass das Meeting von eurer Gruppe und nicht von der Einrichtung veranstaltet wird? Habt ihr eine klare Mietvereinbarung mit der Verwaltung und ist die Miete niedrig genug, so dass der Gruppe Mittel zur Unterstützung der restlichen Servicestruktur bleiben? Finden bereits so viele eurer Meetings in den Räumen dieser Organisation statt, dass die örtliche NA-Gemeinschaft als Ganzes schwer geschädigt würde, wenn die Einrichtung geschlossen würde? Dies sind einige der Fragen, die eine Gruppe sorgfältig abwägen sollte, bevor sie eine Entscheidung über einen Meetingsraum trifft.

Was für ein Meetingsformat können wir verwenden?

Gruppen benutzen eine Vielzahl von Formaten zur Förderung der Atmosphäre der Genesung in ihren Meetings. Die meisten Meetings dauern eine bis anderthalb Stunden. Manche Gruppen haben nur ein einziges Format für ihre Meetings. Andere Gruppen haben wechselnde Meetingsformate: eine Woche Schrittemeeting, die nächste Woche Sprecherinnen- oder Sprechermeeting, usw. Wieder andere Gruppen teilen ihre sehr großen Meetings nach der Einleitungsphase in mehrere kleinere Gruppen mit unterschiedlichen Formaten auf. Es folgen nun einige allgemeine Beschreibungen von Meetingsformaten, die – so oder so ähnlich – am meisten verbreitet scheinen. Zum Nachschlagen haben wir außerdem als Beispiel ein Meetingsformat am Ende dieses Büchleins abgedruckt.

Beteiligungsmeetings

Der Leiter oder die Leiterin eröffnet das Meeting, bei dem die Mitglieder über jedes Thema, das mit Genesung zu tun hat, teilen können.

Themenmeetings

Entweder wählt die Leiterin oder der Leiter ein bestimmtes, auf Genesung bezogenes Thema oder bittet jemand anderen, ein Thema vorzuschlagen.

Literaturmeetings

In manchen wird jede Woche ein anderer Abschnitt aus einem NA-genehmigten Buch oder Faltblatt vorgelesen, der dann besprochen wird, z.B. aus dem Basic Text. Andere befassen sich mit den Zwölf Schritten oder den Zwölf Traditionen.

Sprecherinnen- oder Sprechermeetings

In manchen Meetings wird ein einzelner Sprecher oder eine Sprecherin gebeten, seine bzw. ihre Genesungsgeschichte oder Erfahrungen zu einem bestimmten Aspekt der Genesung in Narcotics Anonymous zu teilen. Andere Meetings lassen zwei oder drei Sprecherinnen oder Sprecher für eine entsprechend kürzere Zeit teilen. Wieder andere benutzen eine Kombination von Sprecherinnen- oder Sprechermeeting im ersten Teil, wonach im Anschluss daran zum Thema geteilt werden kann.

Meetings für Neuankömmlinge

Diese Meetings werden häufig von zwei oder drei erfahreneren Mitgliedern der Gruppe durchgeführt. Diese Mitglieder teilen ihre Erfahrungen mit Sucht und mit der Genesung in Narcotics Anonymous. Wenn es die Zeit zulässt, ist das Meeting danach für Fragen der neueren Mitglieder offen.

Manchmal finden die Meetings für Neuankömmlinge eine halbe Stunde vor oder nach dem regulären Gruppenmeeting statt. Andere Gruppen führen sie als kleinere Gruppen während eines sehr großen Meetings durch. Wieder andere Gruppen haben ein Meeting für Neuankömmlinge an einem Wochentag und ihr normales Meeting an einem anderen. Was immer das Format auch ist, Meetings für Neuankömmlinge geben eurer Gruppe die Möglichkeit, neu zu NA kommenden Süchtigen eine Einführung in die Grundlagen der Genesung zu geben.

Frage-und-Antwort-Meetings

In solchen F&A-Meetings werden die Anwesenden aufgefordert, ihre Fragen zur Genesung und zur NA-Gemeinschaft aufzuschreiben und ihre Zettel in den »Fragenkorb« zu legen. Die Leiterin oder der Leiter nimmt jeweils einen Zettel heraus, liest die Frage vor und bittet jemanden, seine Erfahrungen zu diesem Thema zu teilen. Nachdem ein oder zwei Mitglieder geteilt haben, wird die nächste Frage aus dem Korb vorgelesen und so weiter, bis zum Ende des Meetings.

Entwicklung Eures Meetingsformats

Dies sind nur einige beispielhafte Beschreibungen aus einer Vielzahl von Formaten, die in NA-Meetings verwendet werden, und die Variationsmöglichkeiten der hier dargestellten Formate sind wiederum endlos. Fühlt euch frei, neue Wege zu gehen. Wählt den Meetingsablauf so, dass er am besten der »Persönlichkeit« eurer Gruppe und den Bedürfnissen der Süchtigen in eurer Gemeinde entspricht.

Häufig geht das Wachstum eines Meetings weit über die ursprünglichen Erwartungen einer Gruppe hinaus. Ein Meetingsformat, das sich für ein kleines Meeting bewährt hat, wird einem mit der Zeit stark gewachsenen Meeting vielleicht nicht mehr gerecht. Wenn ein Meeting eurer Gruppe einen derartig starken Mitgliederzuwachs verzeichnet, solltet ihr vielleicht einige Änderungen in eurem Meetingsformat erwägen oder unter Umständen ein ganz anderes Format wählen. So teilen manche Gruppen, die ein solches Wachstum erfahren haben, ihre größeren Meetings in eine Anzahl kleiner Meetings auf, die zur gleichen Zeit in verschiedenen Räumen abgehalten werden. Dies gibt jedem Mitglied eine bessere Chance, sich an dem Meeting seiner Wahl zu beteiligen. Viele Gruppen halten jedes dieser kleineren Meetings in einem anderen Format ab.

Welche Literatur sollten wir benutzen?

Die NA-Weltdienste geben eine Vielzahl verschiedener Arten von Veröffentlichungen heraus. Es sollte jedoch nur NA-genehmigte Literatur in den Meetings von Narcotics Anonymous gelesen werden. Normalerweise werden zu Beginn eines Meetings ausgewählte Abschnitte aus NA-genehmigten Büchern und Faltblättern vorgelesen. In vielen Meetings bilden sie den Kern des Meetings. Die NA-genehmigte Literatur repräsentiert die ganze Bandbreite der Genesung von Narcotics Anonymous.

Die Gruppen legen häufig auch andere NA-Veröffentlichungen auf ihren Literaturtischen aus, wie verschiedene NA-Servicebulletins und -handbücher, das NA Way Magazine und lokale NAZeitungen und -Rundbriefe. Jedwede Art von Literatur aus anderen Zwölf-Schritte-Gemeinschaften oder anderen Organisationen außerhalb von NA sollte weder auf unseren Literaturtischen ausgelegt, noch in Meetings vorgelesen werden. Eines von beiden zu tun, bedeutet eine Unterstützung eines außenstehenden Unternehmens und steht damit im Widerspruch zur Sechsten Tradition von NA4 .

4 Sechste Tradition: »Eine NA-Gruppe sollte niemals eine verwandte Einrichtung oder ein außenstehendes Unternehmen unterstützen, finanzieren oder den NA-Namen zur Verfügung stellen, damit uns nicht Geld, Besitz- oder Prestigeprobleme von unserer Hauptaufgabe ablenken.«

Was ist ein Gruppenarbeitsmeeting?

Der Zweck des Arbeitsmeetings einer Gruppe erklärt sich selbst: nämlich die Arbeit und die Geschäfte der Gruppe in einer Weise durchzuführen, die gewährleistet, dass die Gruppe weiterhin wirkungsvoll die Botschaft der Genesung weitergeben kann. Manche Gruppen halten ihre Arbeitsmeetings regelmäßig ab; andere rufen sie nur zusammen, wenn etwas Besonderes anliegt, das die Beachtung der Gruppe erfordert. Einige Themen eines typischen Arbeitsmeetings sind:

  • Gibt die Gruppe die NA-Botschaft wirkungsvoll weiter?
  • Wird dafür gesorgt, dass sich Neuankömmlinge und Besucher willkommen fühlen?
  • Sind in letzter Zeit in den Meetings Probleme aufgetreten, die gelöst werden müssen?
  • Bietet das Meetingsformat ausreichende Struktur?
  • Ist die Teilnahme gleich bleibend oder zunehmend?
  • Bestehen gute Beziehungen zwischen der Gruppe und der Einrichtung, in der das Meeting abgehalten wird? Zwischen der Gruppe und der Gemeinde?
  • Werden die finanziellen Mittel der Gruppe sinnvoll eingesetzt?
  • Wird in den Meetings genug Geld gespendet, um die Bedürfnisse der Gruppe zu erfüllen und darüber hinaus Beiträge an die übrige Servicestruktur zu leisten?
  • Ist stets für ausreichend Literatur und Erfrischungen gesorgt?
  • Sind irgendwelche Dienste in der Gruppe unbesetzt?
  • Haben das Gebiet, die Region oder die Weltdienste die Gruppe um Rat, Unterstützung oder Führung gebeten?

Arbeitsmeetings werden für gewöhnlich vor oder nach einem regulären Genesungsmeeting abgehalten, damit sich das Genesungsmeeting auf seine Hauptaufgabe konzentrieren kann. Die Gruppenmitglieder sind aufgefordert teilzunehmen, Fragen zu stellen und sich an den Diskussionen über die Arbeit der Gruppe zu beteiligen. Die Gruppe wählt eine Person, die das Arbeitsmeeting leitet. Personen, die ein dienendes Amt innehaben, geben Berichte über ihre Verantwortungsbereiche ab. Themen, die für die Gruppe von Wichtigkeit sind, werden zur Diskussion gestellt.

Als Basis der NA-Servicestruktur richtet sich die Gruppe sowohl nach den Zwölf Traditionen wie auch nach den Zwölf Konzepten für NA-Service. Ein gutes Verständnis von beiden hilft dem Arbeitsmeeting, auf Kurs zu bleiben. Die Zwölf Traditionen werden ausführlich im It Works: How and Why erklärt, dem NABuch über die Schritte und Traditionen.5 Ausführungen zu den Zwölf Konzepten können interessierte Mitglieder in dem Buch Zwölf Konzepte für NA-Service bzw. im gleich lautenden Kapitel des Leitfadens für Service auf lokaler Ebene in Narcotics Anonymous lesen.

5Em Liegt auf Deutsch bislang (2010) nur als ungenehmigter Übersetzungsentwurf vor: Es funktioniert – wie und warum. [A.d.Ü.]

Wie wird die Arbeit getan?

Die meisten Aufgaben, die für eine NA-Gruppe bei der Durchführung eines Meetings anfallen, sind recht einfach: Stühle aufstellen, Literatur bestellen, Sprecher oder Sprecherinnen einladen, nach dem Meeting aufräumen, Rechnungen bezahlen, Erfrischungen bereitstellen. Wenn jedoch eine Person alle diese Aufgaben allein zu erfüllen hätte, wäre sie von diesen einfachen Dingen bald überfordert. Aus diesem Grund wählt die Gruppe Personen, die ein dienendes Amt übernehmen und die mit den Worten der Zweiten Tradition betraute Dienerinnen und Diener genannt werden. Dies hilft, die Arbeit unter den Gruppenmitgliedern aufzuteilen.

Dienende Ämter zu wählen ist eine Art, wie die Gruppe die NA-Tradition der Selbsterhaltung verwirklicht: »Jede NA-Gruppe sollte sich vollständig selbst erhalten…«. Manchmal hat es den Anschein, dass sich Gruppen ohne jegliches Zutun am Leben erhalten. Tatsächlich muss es aber Mitglieder geben, welche die für das Funktionieren der Gruppe notwendige Arbeit tun. Durch ein Aufteilen der Arbeit wird gewährleistet, dass die Gruppe sich in ihrer Gesamtheit selbst erhält und nicht alles auf den Schultern von ein oder zwei Mitgliedern lastet.

Die Wahl von Personen, die ein dienendes Amt übernehmen, bietet der Gruppe die Möglichkeit, die Genesung ihrer Mitglieder zu festigen. Wenn sich ein Gruppenmitglied bereit erklärt, als Sekretär oder Sekretärin, Kassenwartin oder Kassenwart, Kaffeekocher oder Kaffeekocherin zu dienen, fördert die Übernahme dieser Verantwortung oft das persönliche Wachstum. Außerdem wird so dazu beigetragen, dass die Botschaft der Genesung besser weitergegeben werden kann.

Es ist aber nicht nötig, in ein Amt gewählt zu werden, um der Gruppe zu dienen. Jede Woche gibt es Arbeit zu tun: beim Herrichten des Meetingsraums helfen, Neuankömmlinge begrüßen, aufräumen, Erfrischungen besorgen und so weiter. Neue Mitglieder um Mithilfe bei diesen Aufgaben zu bitten, kann ihnen dabei helfen, sich schneller in der Gruppe zu Hause zu fühlen.

Wie wählen wir die Leute, die ein dienendes Amt übernehmen?

Wenn eines der Gruppenämter nicht besetzt ist, hält die Gruppe ein Arbeitsmeeting ab um zu überlegen, wie die Lücke gefüllt werden kann. Wahlen sollten von Gruppen so gelegt werden, dass nicht alle betrauten Dienerinnen und Diener ihre Ämter zur gleichen Zeit abgeben.

Bei der Auswahl von Personen, die ein dienendes Amt übernehmen, gibt es einige Punkte zu bedenken. Ein Gesichtspunkt ist Reife in der Genesung. Bei der Wahl von recht neuen Mitgliedern in dienende Ämter kann es geschehen, dass ihnen zuwenig Zeit und Energie für ihre noch junge Genesung bleibt. Mitglieder mit ein oder zwei Jahren Cleanzeit sind wahrscheinlich bereits gut in ihrer persönlichen Genesung verankert. Sie sind außerdem eher als ein Neuankömmling sowohl mit den Traditionen von NA, mit den Servicekonzepten, sowie mit den gängigen Vorgehensweisen innerhalb der Gruppe vertraut.

Ein zweiter Gesichtspunkt, der berücksichtigt werden sollte, ist regelmäßige Teilnahme an eurer Gruppe. Erscheinen die Kandidaten regelmäßig in den Meetings? Nehmen sie aktiv an den Arbeitsmeetings der Gruppe teil? Haben sie vorherige Serviceverpflichtungen, die sie eingingen, erfüllt? Weitere Fragen werden sich vielleicht ergeben, wenn ihr die Ausführungen über das Vierte Konzept in dem Buch Zwölf Konzepte für NA-Service bzw. im gleich lautenden Kapitel des Leitfadens für Service auf lokaler Ebene in Narcotics Anonymous lest, wo die Wichtigkeit von NA-Führerschaft sowie die Qualitäten, die bei der Wahl betrauter Diener beachtet werden sollten, direkt behandelt werden.

Schließlich ermuntern wir euch noch, daran zu denken, dass ihr Gruppendiener und -dienerinnen in erster Linie wählt, um das gemeinsame Wohlergehen eurer Gruppe zu fördern. Auch wenn eine Serviceverpflichtung oft denen zugute kommt, die sie eingehen, sollte dies nicht der vorrangige Grund dafür sein, die eine oder die andere Person in ein dienendes Amt eurer Gruppe zu wählen. Wie die Erste Tradition sagt: »Das gemeinsame Wohlergehen sollte an erster Stelle stehen.«

Welche dienenden Ämter braucht eine Gruppe?

In den verschiedenen Gebieten wird die Arbeit unterschiedlich aufgeteilt, und bestimmte Aufgaben haben gelegentlich unterschiedliche Namen. Wichtig ist nicht, wer den Job verrichtet oder wie der Job genannt wird, sondern dass er erledigt wird. Nachfolgend sind allgemeine Beschreibungen von einigen der üblichen Aufgaben in NA-Gruppen angeführt. Für jedes dieser Ämter sollte eure Gruppe realistische Serviceerfahrungs- und Cleanzeitvoraussetzungen festlegen.

Sekretär oder Sekretärin

Der Sekretär oder die Sekretärin (manchmal auch Chairperson genannt) kümmert sich um alle Angelegenheiten der Gruppe, häufig, indem er oder sie andere Mitglieder um Unterstützung bittet. Eine der ersten Aufgaben einer neuen Sekretärin oder eines neuen Sekretärs ist es, die gültige Postanschrift der Gruppe und die Meetingsinformationen bei dem Sekretär oder der Sekretärin des Gebietsservicekomitees und beim World Service Office zu registrieren. Wenn eine neue Sekretärin oder ein neuer Sekretär gewählt wird oder es eine Änderung der Postadresse der Gruppe, der Meetingszeit oder des -ortes gibt, sollten sowohl das Gebietskomitee als auch das World Service Office informiert werden. Außerdem kann der Sekretär oder die Sekretärin die Verantwortung für folgende Dinge tragen:

  • Aufschließen des Meetingsraums einige Zeit bevor das Meeting anfängt, wenn notwendig Stühle und Tische bereitstellen, nach dem Meeting aufräumen und den Raum abschließen.
  • Auf einem Tisch NA-Bücher und NA-Broschüren, lokale Meetingslisten, Flugblätter für NA-Aktivitäten, ServiceNachrichten, die NA-Zeitung und sonstige NA-Informationen auslegen.
  • Tee oder Kaffee kochen.
  • Erfrischungen und sonstige Vorräte einkaufen.
  • Leiterinnen oder Leiter und Sprecherinnen oder Sprecher für die Meetings auswählen.
  • Wenn die Gruppe es wünscht, einen Kalender der Cleangeburtstage für die Gruppenmitglieder führen.
  • Arbeitsmeetings der Gruppe organisieren.
  • Sonstige Aufgaben, die anfallen, erledigen.

Viele Gruppen teilen alle diese Arbeiten auf: jemand öffnet und schließt den Raum, jemand anderes ist für Erfrischungen verantwortlich, eine weitere Person sorgt für den Literaturtisch usw. Gruppen, die mehr als ein Meeting veranstalten, haben oft jeweils eine andere Person für alle diese Aufgaben in jedem ihrer Meetings.

Kassenwart oder Kassenwartin

Alle Gruppen, auch jene, die mehr als ein Meeting abhalten, wählen eine Gruppenkassenwartin bzw. einen Gruppenkassenwart. Wenn die Gruppe die Verantwortung für alle Gelder in die Hände einer einzigen Kassenwartin bzw. eines einzigen Kassenwartes legt, ist es für die Gruppe einfacher, Rechenschaft über die eingegangenen Spenden und die getätigten Ausgaben abzulegen, als wenn sie die Verantwortung für ihre Gelder auf mehrere Personen verteilt. Gruppen, die zwei oder mehr Meetings in der Woche abhalten, sollten Vorkehrungen treffen, dass die Spenden jeweils kurz nach jedem Meeting an die Gruppenkassenwartin oder den Gruppenkassenwart weitergeleitet werden.

Wegen der besonderen Verantwortung, die mit dem Dienst als Kassenwart oder Kassenwartin der Gruppe verbunden ist, ist es wichtig, dass Gruppen sorgfältig überlegen, wen sie in dieses Amt wählen. Wenn die Gruppe eine Person wählt, die nicht in der Lage ist, die Verantwortung für diese Aufgabe zu tragen, dann ist sie zumindest teilweise dafür mitverantwortlich, wenn Geld gestohlen, Anschaffungen nicht getätigt oder Gelder nicht ordentlich abgerechnet werden. Es empfiehlt sich, Kassenwartinnen bzw. Kassenwarte zu wählen, die finanziell abgesichert sind und auch mit ihren privaten Finanzen gut umgehen können. Da eine beständige Buchführung erforderlich ist, ist es ganz besonders empfehlenswert, den Kassenwart oder die Kassenwartin für ein volles Jahr zu wählen.

Was haben Kassenwartin und Kassenwart zu tun? Sie zählen bei jedem Meeting das von den Mitgliedern gespendete Geld und bitten stets ein weiteres Mitglied, den Betrag zu bestätigen. Besondere Sorgfalt verwenden sie darauf, nicht das Geld der Gruppe mit ihrem eigenen, privaten Geld zu vermischen. Sie bezahlen die Ausgaben, führen gute und einfache Aufzeichnungen und geben der Gruppe gegenüber regelmäßige Kassenberichte ab. Die Aufgaben eines Kassenwarts bzw. einer Kassenwartin erfordern Genauigkeit in Details. Zur Unterstützung der Kassenwartin oder des Kassenwarts im Umgang mit solchen Details gibt es ein Treasurer’s Handbook 6 bei eurem Gebietskomitee oder beim World Service Office.

Gruppenservicerepräsentantin oder -repräsentant (GSR)

Jede Gruppe wählt einen Gruppenservicerepräsentanten bzw. eine Gruppenservicerepräsentantin. Auch die Gruppen, die mehr als ein Genesungsmeeting abhalten, wählen nur einen oder eine GSR. Diese Gruppenrepräsentantinnen und -repräsentanten bilden die Basis unserer Servicestruktur. GSRs üben einen kontinuierlich aktiven Einfluss auf die Diskussionen aus, die innerhalb der Servicestruktur stattfinden. Sie tun dies, indem sie sich an den Sitzungen der Gebietsservicekomitees beteiligen, indem sie Foren und Versammlungen sowohl auf Gebiets- wie auf Regionsebene besuchen, und manchmal auch, indem sie an der Arbeit eines GSK-Unterkomitees teilnehmen. Wenn wir darauf bedacht sind, zuverlässige, qualifizierte Führungspersonen auf dieser Serviceebene zu wählen, werden die übrigen Bereiche der Struktur mit ziemlicher Sicherheit solide sein. Auf diesem starken Fundament kann eine Servicestruktur aufgebaut werden, die die Gruppen auf die gleiche Weise fördern, informieren und unterstützen wird, wie die Gruppen die Struktur fördern und unterstützen.

Gruppenservicerepräsentanten und -repräsentantinnen tragen eine große Verantwortung. Auch wenn die GSRs von der Gruppe gewählt und dieser gegenüber rechenschaftspflichtig sind, sind sie mehr als nur Gruppenbotschafterinnen oder -botschafter. Sie werden von ihrer Gruppe ausgesucht, um als aktive Mitglieder des Gebietsservicekomitees zu dienen. Als solche sind sie angehalten, im besten Interesse von NA als Ganzem zu handeln und nicht nur als Interessenvertreter und -vertreterinnen ihrer eigenen Gruppe.

Als Mitglieder des Gebietskomitees müssen GSRs über die Angelegenheiten des Komitees so gut informiert sein, wie sie nur können. Sie lesen die Berichte der dienenden Ämter des Komitees und der Chairpersonen der Unterkomitees. Sie lesen die Handbücher, die vom World Service Office für die verschiedenen Servicebereiche veröffentlicht werden. Nachdem sie sorgsam ihr eigenes Gewissen und das, was die Mitglieder ihrer Gruppe fühlen, erwogen haben, nehmen sie aktiv und kritisch an den Diskussionen teil, die das Gruppengewissen des ganzen Komitees bilden.

Gruppenservicerepräsentantinnen oder -repräsentanten stellen die Verbindung zwischen ihren Gruppen und dem Rest der NAServicestruktur her, und zwar insbesondere durch die Berichte über ihre Gruppen an das Gebietskomitee und ihre Berichte an die Gruppen über das Gebietskomitee. Im Arbeitsmeeting einer Gruppe berichtet der oder die GSR zusammenfassend über die Aktivitäten des Gebietskomitees. Dies löst oftmals eine Diskussion unter den Gruppenmitgliedern aus, die ihrerseits der oder dem GSR Anregungen gibt, wie das Gebietskomitee die Gruppenbedürfnisse besser erfüllen kann. In den regulären Meetings legen die GSRs Flugblättern aus, auf denen lokale und regionale Veranstaltungen angekündigt werden.

Bei den Treffen des Gebietskomitees liefern die GSR-Berichte einen Überblick über das Gruppenwachstum, der unentbehrlich für die Arbeit des Komitees ist. Wenn es in Gruppen Probleme gibt, können ihre GSRs sie in ihren Berichten mit dem Komitee teilen. Und wenn die Gruppen bisher keine Lösung für diese Probleme gefunden haben, wird die Chairperson des Komitees Raum im »Offenen Forum«7 schaffen, so dass die GSRs die Erfahrung anderer mit ähnlichen Situationen einholen können. Wenn während des Offenen Forums hilfreiche Lösungswege zur Sprache kommen, können die GSRs davon in ihren Gruppen berichten.

GSR-Stellvertreter oder -Stellvertreterin

Die Gruppen wählen außerdem einen zweiten Repräsentanten bzw. eine zweite Repräsentantin, die GSR-Stellvertreter bzw. -Stellvertreterin genannt werden. Die stellvertretenden GSRs gehen gemeinsam mit ihren GSRs zu allen Treffen des Gebietsservicekomitees (als nicht stimmberechtigte Teilnehmer), um mit eigenen Augen zu sehen, wie das Komitee funktioniert. Wenn ein oder eine GSR nicht an einem Treffen des Gebietskomitees teilnehmen kann, wird sein oder ihr Platz vom GSR-Stellvertreter bzw. von der GSR-Stellvertreterin eingenommen.

Gemeinsam mit anderen Mitgliedern sind die stellvertretenden GSRs vielleicht auch in Unterkomitees des Gebiets aktiv. Durch die Erfahrungen in einem Unterkomitee erhalten stellvertretende GSRs einen besseren Einblick, wie Gebietsservice tatsächlich geleistet wird. Diese Einblicke werden ihnen später, wenn die Gruppe sie zu GSRs wählt, dabei helfen, als Mitglieder des Gebietskomitees bessere Arbeit zu leisten.

6Em Liegt auf Deutsch bislang (2010) nur als ungenehmigter Übersetzungsentwurf vor: Es funktioniert – wie und warum. [A.d.Ü.]

7Siehe den Abschnitt »Das offene Forum« im Kapitel über das Gebietsservicekomitee im Leitfaden für Service auf lokaler Ebene.

Rotation und Kontinuität

Rotation ist das Verfahren, das von vielen Gruppen angewendet wird, indem neue Leute in dienende Ämter gewählt werden, anstatt Jahr für Jahr immer die gleichen Personen im selben Amt dienen zu lassen. Rotation bietet der Gruppe, die sie anwendet, klare Vorteile. Indem sie für Vielfalt in der Führerschaft sorgt, hilft sie der Gruppe frisch und kraftvoll zu bleiben. Sie gewährleistet, dass keine Einzelperson so viel Einfluss erlangt, dass sich die Gruppe zur bloßen Verlängerung ihrer Persönlichkeit verwandelt. Das Verfahren der Rotation bestärkt überdies – im Einklang mit unserem Glauben an den Wert der persönlichen Anonymität – die Bedeutung, die in NA dem Dienst, nicht dem Diener oder der Dienerin, beigemessen wird. Wichtig ist die Arbeit, die getan wird, nicht die jeweilige Person, die sie tut.

Manche Gruppen gestatten es ihren Mitgliedern, mehr als eine Amtszeit in dem jeweiligen Amt zu dienen, so dass die Gruppe in den Vorzug der Erfahrung ihrer betrauten Dienerinnen und Diener kommt. Wenn ein betrauter Diener oder eine betraute Dienerin der Gruppe seine oder ihre Amtszeit beendet hat, ermöglicht die Rotation es ihm oder ihr, eine Zeitlang beiseite zu treten oder Verantwortung an anderer Stelle der NA-Servicestruktur zu übernehmen, und gibt anderen Mitgliedern die Gelegenheit, der Gruppe zu dienen.

Die Auswirkungen der Rotation auf die Stabilität der Gruppe wird durch die kontinuierliche Anwesenheit ihrer langjährigen Mitglieder aufgefangen. Jene, die in der Vergangenheit in Gruppenämtern dienten und danach weiter aktiv am Gruppenleben teilnehmen, können bei den Diskussionen einer wachsenden Gruppe die erforderliche Kontinuität und Reife der Sichtweise beitragen. Sie können als Gruppengedächtnis dienen, das gewährleistet, dass die Gruppe nicht immer »das Rad neu erfinden« muss. Außerdem können sie neuen Dienerinnen und Dienern zur Hand gehen und zeitweise einspringen, um überlastete betraute Diener und Dienerinnen zu entlasten.

Welche Verantwortung hat eine NA-Gruppe?

Die erste und wichtigste Verantwortung jeder NA-Gruppe, ihre »Hauptaufgabe« im Sinne der Fünften Tradition, ist »die Botschaft zu den Süchtigen zu bringen, die noch leiden«. Und das Wichtigste, das eine Gruppe tun kann um diese Hauptaufgabe zu erfüllen, ist Meetings abzuhalten, die eine einladende Atmosphäre schaffen, so dass Süchtige ihre Genesung in NA wirksam miteinander teilen können. Obwohl die Gruppen die Einzelheiten ihrer Meetings in unterschiedlichster Weise gestalten, haben sie doch alle dasselbe Ziel: Die Genesung von Sucht soll allen Süchtigen der Umgebung zugänglich gemacht werden, die genesen wollen.

Als Fundament der weltweiten NA-Servicestruktur haben die Gruppen noch eine weitere Verantwortung: ihren Mitgliedern zu helfen, ein Verständnis der Zwölf Traditionen und Zwölf Konzepte für NA-Service zu entwickeln. Indem sie dies tun, nehmen die Gruppen zum einen Anteil an der fortschreitenden Entwicklung der Gemeinschaft von Narcotics Anonymous. Zum anderen erlangen sie für sich selbst ein Verständnis davon, auf welche Weise die höchsten Ideale unserer Gemeinschaft auf ihre eigenen Aktivitäten angewandt werden können.

Wie kann unsere Gruppe andere NA-Dienste unterstützen?

Das Zweite Konzept für NA-Service besagt, dass die Verantwortung und die Autorität für alle Dienste der gesamten NA-Gemeinschaft letztendlich von den NA-Gruppen getragen wird. Jede Gruppe sollte aktive und zuverlässige GSRs entsenden, die im Interesse der Gruppe an der Arbeit der Servicestruktur teilnehmen. Außerdem sollte jede Gruppe überlegen, wie die Geldmittel am besten bereitgestellt werden können, die die NA-Servicestruktur zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigt.

Nach der Begleichung ihrer Rechnungen legen die meisten Gruppen einen kleineren Geldbetrag für Notfälle beiseite. Allerdings stellen Gruppen oft genug fest, dass es wesentlich größere Probleme mit sich bringt, zuviel Geld in Reserve zu haben als zuwenig. Deshalb ermutigen wir eure Gruppe, niemals zu große Geldbeträge in Reserve zu halten.

Mindestens einmal im Jahr nehmen die Gruppenrepräsentanten und -repräsentantinnen an der Regionsversammlung teil. Wir ermutigen alle Gruppen, wenn irgend möglich, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um die Kosten für die Teilnahme ihrer GSRs an der Regionsversammlung zu decken. Manche Gruppen entscheiden sich, jeden Monat einen bestimmten Geldbetrag für diesen Zweck beiseite zu legen.

Nachdem die Ausgaben bezahlt sind und eine kleine Notfallreserve beiseite gelegt worden ist, spenden die meisten Gruppen ihre Überschüsse direkt an das Gebietskomitee, das Regionskomitee und die NA-Weltdienste. Näheres zu den Grundsätzen für Spenden der Gruppen an den Rest der Servicestruktur findet sich in den Ausführungen über das Elfte Konzept in dem Buch Zwölf Konzepte für NA-Service bzw. im gleich lautenden Kapitel des Leitfadens für Service auf lokaler Ebene in Narcotics Anonymous. Einzelfragen in Bezug auf direkte Spenden werden im Treasurer‘s Handbook behandelt, das bei eurem Gebietskomitee erhältlich ist oder wenn ihr unserem World Service Office schreibt.

Wie kann unsere Gruppe unserer Gemeinde besser dienen?

Allein durch ihre Existenz leistet die Gruppe bereits einen wesentlichen Dienst in der Gemeinde. Sie bietet die Unterstützung, die ortsansässige Süchtige brauchen, um wieder in die Gesellschaft zurückzufinden. Wie aber kann eine Gruppe die Süchtigen noch erfolgreicher ansprechen, die bisher nicht zu NA gefunden haben? Es gibt im allgemeinen zwei Wege, die eine Gruppe einschlagen kann, um ihrer Gemeinde besser dienen zu können: durch das Gebietsservicekomitee und durch von der Gruppe selbst koordinierte Aktivitäten.

Den meisten Gruppen dient ein Gebietskomitee9. Gebietsservicekomitees koordinieren die Bemühungen, die NA-Botschaft weiterzugeben, und zwar im Namen aller Gruppen, welchen sie dienen. Kommunale Öffentlichkeitsarbeit, Telefonkontaktnummern, sowie Infomeetings für Süchtige in Therapieeinrichtungen, Kliniken und Gefängnissen sind drei Wege, auf denen die meisten Gebietskomitees die Botschaft entweder direkt zu den noch leidenden Süchtigen bringen oder zu denen, die Süchtige an ein NA-Meeting verweisen können. Euer Gruppenservicerepräsentant oder eure -repräsentantin kann euch mehr dazu sagen, wie ihr und eure Gruppe nutzbringender an der Arbeit eures Gebietsservicekomitees mitwirken könnt. Weitere Informationen hierüber stehen im entsprechenden Kapitel des Leitfadens für Service auf lokaler Ebene in Narcotics Anonymous.

Manche Gruppen werden von sich aus in ihrer Gemeinde aktiv und koordinieren ihre Aktivitäten mit denen anderer Gruppen, entweder durch ihr GSK oder durch örtliche Kooperationsgremien (siehe den Abschnitt »Gebietskomitees in ländlichen Gemeinden« im Leitfaden für Service auf lokaler Ebene in Narcotics Anonymous). Dies ist insbesondere in kleineren Orten der Fall oder in Gebieten, in denen Narcotics Anonymous noch ganz jung ist. Eine NA-Gruppe in einer Kleinstadt auf dem Land hat weder so viele Mitglieder noch so viel Geld zur Verfügung wie das Gebietsservicekomitee einer Großstadt. Dennoch gibt es Möglichkeiten, die Botschaft der Genesung wirkungsvoll an andere weiterzugeben, die vielleicht nach der Lösung suchen, die wir gefunden haben. Wenn eure Gruppe bei der Arbeit in der Wohngemeinde Hilfe benötigt, wendet euch an das World Service Office.

9 Wenn ihr nicht wisst, wie ihr das nächstgelegene Gebietsservicekomitee erreichen könnt, schreibt an das Regionsservicekomitee oder an das World Service Office. Sie werden sich freuen, euch weiterhelfen zu können.

Como pode o nosso Grupo resolver os seus Problemas?

Os grupos de NA enfrentam uma larga variedade de problemas: perturbação das reuniões; o grande número de pacientes enviados pelos centros de tratamento quando o grupo ainda não está preparado para os receber; o formato fica obsoleto; a clareza da nossa mensagem torna-se discutível; o café sabe a detergente; as leituras do início da reunião são demasiado longas. Estes são só alguns dos problemas que a generalidade dos grupos sente de vez em quando. Este guia não “dita regras sobre” a forma como tratar esses problemas, mas aponta algumas ferramentas úteis que os membros do grupo podem utilizar na sua resolução.

Na maioria dos casos, a melhor fonte de soluções para os problemas do grupo é o próprio grupo. “Tendo experimentado um despertar espiritual como resultado destes passos”, diz o Décimo Segundo Passo, “procuramos… praticar estes princípios em todas as nossas atividades”. Quando aplicamos coletivamente a introspeção recebida desse despertar espiritual aos problemas do nosso grupo, chamamos a isso, consciência do grupo. O senso comum, a mente aberta, a discussão calma, informação exata, respeito mútuo e a recuperação pessoal saudável permitem a um grupo tratar eficazmente de quase qualquer coisa que lhe surge.

Há uma série de publicações que o grupo pode escolher para obter a informação necessária à tomada de decisões corretas. O Texto Básico e o nosso livro de Passos e Tradições Isto Resulta: Como e Porquê fornecem muita informação sobre a aplicação das Doze Tradições de NA às situações concretas. O capítulo sobre os Doze Conceitos para o Serviço em NA, em A Guide to Local Services explica em profundidade os princípios essenciais que orientam o serviço em Narcóticos Anónimos. A revista The NA Way traz frequentemente artigos sobre problemas que o grupo pode enfrentar. E os boletins editados pelo Escritório de Serviço Mundial abordam detalhadamente uma variedade de temas relacionados com o serviço do grupo.

Outra fonte de informação que o grupo pode consultar é a experiência de outros grupos da sua Área ou Região. Se um grupo tem um problema e não consegue encontrar uma solução, pode pedir ao seu Representante de Serviço do Grupo que partilhe esse problema na próxima reunião de Comité de Serviço da Área. Os Comités da Área dedicam uma parte da sua reunião a essa finalidade. Um Comité da Área não pode dizer a um grupo o que fazer, mas pode servir de fórum onde os grupos podem partilhar entre si o que resultou para eles. Os workshops organizados pelo Comité de Serviço da Região fornecem o mesmo tipo da oportunidade mas a uma escala maior. Para mais informações sobre como é que a Área ou a Região pode ajudar nos problemas do grupo, consultem os respetivos capítulos de A Guide to Local Services.

Exemplo de Guião de uma Reunião

Este exemplo de guião de reunião não é mais do que isso mesmo, um exemplo. Está concebido para que se utilize tal como está, se assim o grupo entender. No entanto, pode ser alterado e adaptado de acordo com as necessidades do grupo.

Coordenador:

Dar as boas-vindas à reunião e apresentar-se.

Olá, o meu nome é ______, e eu sou um adicto/a. Bemvindos a esta reunião do grupo __________ de Narcóticos Anónimos. Eu gostaria de abrir esta reunião com um momento do silêncio (15 a 20 segundos) pelo adicto que ainda sofre, seguido da Oração da Serenidade.

Queremos dar boas-vindas especiais aos recém-chegados. Se está aqui alguém a assistir à sua primeira reunião de NA, gostaríamos de pedir que se apresente. Não pedimos isto para te embaraçar mas sim para te conhecer melhor.

  • Está aqui alguém nos seus primeiros trinta dias da recuperação? Apresentações.
  • Há algum visitante de fora da localidade? Apresentações.
  • Há alguém a assistir a esta reunião pela primeira vez? Apresentações. 

Se esta for uma reunião fechada: Esta é uma reunião “fechada” de Narcóticos Anónimos. As reuniões fechadas de NA destinam-se exclusivamente a adictos ou aqueles que julgam ter um problema com drogas. Se estiveram pessoas não adictas a visitar-nos, gostaríamos de agradecer o vosso interesse por Narcóticos Anónimos. A nossa lista local de reuniões de NA está à vossa disposição na mesa de literatura e nela podem encontrar reuniões abertas a pessoas não adictas existentes na nossa comunidade.

Se esta for uma reunião aberta: Esta é uma reunião “aberta” de Narcóticos Anónimos. Gostaríamos de dar as boas-vindas aos não adictos que nos estão a visitar e agradecer o vosso interesse em Narcóticos Anónimos. Pedimos que respeitem o propósito primordial desta reunião, que consiste em oferecer um lugar onde os adictos possam partilhar a sua recuperação entre si.

Coordenador:

Para proteção deste grupo, bem como deste local de reunião, pedimos que não tragam para esta sala drogas nem objetos relacionados. Se alguém estiver nessa situação, por favor saia, desfaça-se do que tiver e volte o mais rapidamente possível.

Coordenador:

Reconhece os tempos de limpeza de membros presentes com trinta, sessenta, noventa dias, seis meses, nove meses, um ano, dezoito meses e múltiplos anos. Porta-chaves ou medalhas podem ser oferecidos.

Coordenador:

Antes da reunião, seleciona as pessoas para ler uma ou mais dos seguintes excertos da nossa literatura. Estas leituras podem ser encontradas no Pequeno Livro Branco, no Texto Básico, no folheto IP N° 1, ou nos cartões de leitura do grupo.

  • Quem É Um Adicto?
  • O Que É o Programa de NA?
  • Porque Estamos Aqui?
  • Como Funciona
  • As Doze Tradições
  • Só por Hoje
  • É Possível Recuperar
Coordenador:

Anuncia o tipo de reunião (participação, discussão de tópico, estudo de Passos, orador, etc.). Pede que se proponha algum tópico ou algum passo e abre a reunião para a discussão, ou apresenta o orador.

Coordenador:

Aproximadamente dez minutos antes da hora definida para a reunião acabar, anuncia: Chegamos ao final desta reunião. Gostaria de agradecer a vossa presença.

Coordenador:

Faz circular o cesto, dizendo que: O saco que está a circular é uma forma de praticar a nossa Sétima Tradição, que diz que “Todo o grupo de NA deverá ser completamente autossustentável, declinando quaisquer doações de fora”. O dinheiro que recolhemos serve para pagar o aluguer da sala, a literatura e as bebidas. Através das contribuições deste grupo aos vários Comités de serviço de NA, também ajudamos a levar a mensagem de recuperação na nossa área e por todo o mundo.

Se se tratar de uma reunião “aberta”: Gostaria, uma vez mais, de agradecer aos nossos visitantes não adictos pelo interesse que demonstraram por Narcóticos Anónimos. Por causa da tradição de NA de autossustento, este grupo pede que não contribua com dinheiro quando o saco passar por vós.

Coordenador:

Há algum anúncio relacionado com NA? (O RSG anuncia futuras atividades do grupo e de eventos NA na Área.)

Coordenador:

Depois de o cesto acabar de passar: Uma vez mais, obrigado por terem vindo esta noite. Quem quiser pode juntar-se para formar um círculo para fechar a reunião. Os grupos têm maneiras diferentes de fechar uma reunião: com orações, com citações breves da literatura de NA, etc.

Ao fechar as suas reuniões, alguns grupos pedem aos participantes para que seja respeitado o anonimato de quem viram e o que ouviram naquele local.

Volta, que isto resulta!

Iniciar um Grupo novo – Lista de Verificação ou Checklist

Vão começar um grupo novo? Esta lista, baseada na experiência coletiva dos grupos de NA, contém questões direcionadas ao arranque de um novo grupo.

Contactem o Comité de Serviço mais próximo. Um Comité de Serviço é o lugar ideal para anunciarem a intenção de formar um grupo novo. Lá, podem recolher experiências dos representantes de outros grupos da área e saber quais os serviços disponíveis para o grupo quando deles precisarem.

Arranjem um local para a reunião. Aqui têm alguns detalhes a saber quando se abre uma nova reunião:

Onde?

Quando? Dia, hora e duração da reunião.

Quanto? Qual é o valor a pagar pelas instalações? É um valor realista, tendo em conta o número esperado de pessoas que vai assistir à reunião? 

Quando é que se paga a renda?

Quais são os requisitos das instalações? Não fumadores? Absolutamente livre de resíduos? Passar a esfregona depois da reunião? Fechar janelas e trancar as portas?

Preferem que o correio do grupo seja enviado para o endereço de um servidor de confiança do grupo ou para a morada do Comité de Serviço da Área? Ou gostariam que o correio seja enviado para o local da reunião? Eles disponibilizarão uma caixa onde podem recolher o correio e documentos enviados para o grupo? 

Escolham um nome para o grupo. Algumas coisas que podem ter em consideração são: o nome está relacionado com a temática da recuperação? O nome dá a entender que o grupo está afiliado à instituição que acolhe as reuniões? 

Que servidores de confiança são necessários? O que é que o grupo espera que eles façam? Este folheto oferece a descrição dos vários cargos de servidores do grupo. Assegurem-se de que todos os membros concordam com o que querem dos seus servidores. 

Que tipo de formato de reunião vão escolher? Este folheto apresenta uma variedade de formatos comummente utilizados na nossa irmandade. Que formato – ou combinação de formatos – quer o grupo utilizar?

Vai ser uma reunião “fechada” de NA? Ou uma reunião “aberta”?

Que tipo de literatura de NA quer o grupo ter disponível? 

Que tipo de bebidas deve ser comprado?

Já registaram o grupo no Escritório de Serviço Mundial e junto do secretário do vosso Comité de Serviço da Área? Podem obter um formulário de registo do grupo do Escritório de Serviço Mundial no endereço listado abaixo ou no nosso sítio da internet www.na.org. Preenchendo diretamente no sítio da internet ou enviando por correio, asseguram que o vosso grupo está ligado a NA no seu todo. 

Também disponível no Escritório de Serviço Mundial:

Narcóticos Anónimos, O Texto Básico para a Recuperação

A Guide to Local Services in NA

Public Relations Handbook

Hospitals and Institutions Handbook

H&I Basics

PR Basics

Handbook for NA Literature Committees

Treasurer’s Handbook, Revised

Group Treasurer’s Workbook, Revised

A Questão do Dinheiro O Autofinanciamento em NA e Financiando os Serviços de NA, dois folhetos sobre a tradição de autoajuda de NA.

 

Para mais informações contactar:

Fellowship Services

World Service Office

PO Box 9999

Van Nuys, CA 91409-9099 USA

Telefone: (818) 773-9999

Fax: (818) 700-0700

Website: www.na.org

As Doze Tradições de Narcóticos Anónimos

  1. O nosso bem-estar comum deve estar em primeiro lugar; a recuperação individual depende da unidade de NA.
  2. Ao nosso propósito comum preside apenas uma autoridade – um Deus amoroso que se manifesta na nossa consciência coletiva. Os nossos líderes são apenas servidores de confiança; não têm poderes para governar. 
  3. O único requisito para se ser membro é um desejo de parar de consumir.
  4. Cada grupo deverá ser autónomo, salvo em assuntos que digam respeito a outros grupos ou a NA no seu todo.
  5. Cada grupo é animado de um único propósito primordial – o de levar a sua mensagem ao adicto que ainda sofre.
  6. Um grupo de NA nunca deverá apoiar, financiar ou ceder o nome de NA a qualquer empreendimento afim ou alheio à Irmandade, para que os problemas de dinheiro, propriedade ou prestígio não nos afastem do nosso propósito primordial.
  7. Todo o grupo de NA deverá ser completamente autossustentável, declinando quaisquer doações de fora.
  8. Narcóticos Anónimos deverá manter-se sempre nãoprofissional, mas os nossos centros de serviço podem contratar trabalhadores especializados.
  9. NA nunca deverá organizar-se como tal, mas podemos criar comités ou comissões de serviço diretamente responsáveis perante aqueles a quem prestam serviços. 
  10. Narcóticos Anónimos não tem opinião sobre questões alheias; o nome de NA nunca deverá, assim, aparecer em controvérsias públicas.
  11. A nossa abordagem nas relações com o público baseia-se na atração em vez da promoção; na imprensa, rádio e televisão, cabe-nos sempre preservar o anonimato pessoal.
  12. O anonimato é o alicerce espiritual de todas as nossas Tradições, lembrando-nos sempre a necessidade de colocar os princípios acima das personalidades.

Os Doze Tradições foram reimpressos para adaptação com autorização de AA World Services, Inc.

Copyright © 1994, 2020 by

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F +1/818.700.0700

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World Service Office–CANADA

Mississauga, Ontario

 

World Service Office–EUROPE

Brussels, Belgium

T +32/2/646 6012

 

World Service Office–IRAN

Tehran, Iran

www.wsoiran.org

 

NA Fellowship Approved

Tradução de literatura aprovada pela Irmandade de NA.

Narcotics Anonymous, NA Fellowship Approved e The NA Way
são marcas registradas de
Narcotics Anonymous World Services, Incorporated.

ISBN 978-1-55776-157-6      Portuguese     1/20

WSO Catalog Item No. PO-1600

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